In Memoriam Senta Wodarz



Am 11. Januar 2026 verstarb mit Senta Wodarz die größte Unterstüt-zerin des Museums und der zugrunde liegenden Sammlung. Senta Wodarz, geboren am 3. Juli 1928 schaute auf ein bewegtes, bemerkenswertes Leben zurück. 

Sie hat das Museum im Hütteschen Haus unermütlich auf vielerlei Weise unterstützt. Angefangen vom Erwerb des Hütteschen Hauses 2010 bis hin zu den umfangreichen Renovierungs-arbeiten bis Ende 2012, bei denen sie über achtzigjährig noch teilweise aktiv mitgewirkt hat. 

Auch in der Folgezeit, als die zugrundeliegende Sammlung ihrer Tochter weiter gewachsen ist, hat sie beständig mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Schöne alte Dinge haben ihr besonders gefallen. 


Unter anderem Kissen für Puppenbetten und Puppenkleidung nach historischen Vorlagen genäht, aber auch mit großem Eifer etwa eine Krippe aus über 100 Häusern und Palmen selbst gebastelt. Mit ihr hat das Museum eine große Unterstützerin verloren.



Senta Wodarz war eine bemerkenswerte Frau. Geboren in einfachen Verhältnissen in Lüchtringen mit einer einfachen Volks-schulausbildung hat sie sich Zeit ihres Lebens fortgebildet. Sie mochte die Oper, Kunst und Literatur. 

Als ehemalige Handballspielerin interessierte sie sich auch für Sport. Sie wollte Fotografin werden, aber eine Überempfindlichkeit gegen Chemikalien beendete früh diesen Traum. 

Nach einer Lehre als Verkäuferin hat sie jahrelang als Sekretärin im Büro gearbeitet.


Sie war zweimal verheiratet, einmal geschieden und einmal verwitwet. Von ihren drei Kindern hat nur eines sie überlebt. 


Menschen, die sie kannten, beschreiben sie als eine Dame von natürlicher, müheloser Eleganz, die immer zehn, später zwanzig Jahre jünger wirkte als sie war. 


Sie hat Zeiten mit emotionalen, finanziellen und familiären Heraus-forderungen und Enttäuschungen überstanden mit Würde und einer handfesten und zupackenden Art. Sie selbst konnte sich viele Träume nicht erfüllen, hat aber immer versucht die Träume ihrer Tochter zu unterstützen und zu ihren eigenen zu machen, wie das Museum im Hütteschen Haus. 

Solange sie dazu körperlich imstande war hat sie jede Ausstellung besucht und gerne zu deren Gelingen innerhalb ihrer Möglichkeiten beige-tragen. Ohne sie, gäbe es das Museum nicht.

Senta Wodarz konnte ihrer Tochter Corinna viele nützliche Kenntnisse und Eigenschaften vermitteln. Vor allem war sie eine Meisterin darin mit dem zur Verfügung stehenden Geld das Meiste zu und durch geschickte Planung mehr daraus zu machen als andere für möglich hielten. 

Sie konnte das Gefühl vermitteln, dass Dinge durch Fleiß, Inspiration und Improvisation gelingen konn-ten, die zu groß, zu kostspielig, zu aufwendig schienen. Wie ein privates Museum, das ohne öf-fentliche Fördergelder auskommt. 

Sie hatte ein scharfes Auge für das Machbare, das Herausfordernde und das Besondere. Sie war klug, mutig und großzügig und dabei lebenslustig und bescheiden bis zum Schluss.

Senta Wodarz wird dem Museum fehlen und allen, die sie kannten, in angenehmer Erinnerung bleiben.